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VOLLANZEIGE #1306
Muigg, Mario: Zwischen Wien und Brüssel lag Südtirol. Die Südtirolproblematik im Gesichtspunkt der österreichischen Assoziierungs- und Beitrittsverhandlungen zur Europäischen Gemeinschaft. Diplomarbeit, 2005. * *http://textfeld.ac.at/text/1306/

Karl-Franzens-Universität Graz | Fakultät für Geisteswissenschaften | Institut für Geschichte
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ABSTRACT
Zwischen Wien und Brüssel lag Südtirol. Auf den ersten Blick mag der Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit seltsam erscheinen, zumal der besondere Zusammenhang zwischen der Südtirolfrage und Österreichs Weg in die Europäische Union erst bei näherem Hinsehen erkennbar wird. Über Südtirol wurde in den letzten Jahren und Jahrzehnten viel publiziert, auch Österreich und die europäische Integration waren und sind Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Auseinandersetzungen. Die besondere Herausforderung meiner Arbeit liegt somit darin, die Themenbereiche Südtirol, Österreich und Europa in ihrer Relation zueinander zu sehen bzw. die engen Beziehungen zwischen Südtirol und Österreich vor dem Hintergrund des europäischen Integrationsprozesses näher zu beleuchten. Österreichs Weg in die Europäische Union war alles andere als geradlinig und nicht frei von Rückschlägen, Enttäuschungen, Niederlagen aber auch Fortschritten, Hoffnungen und Erfolgen. Neben Europa spielte seit Jahrzehnten Südtirol eine wichtige und bestimmende Rolle in der österreichischen Außenpolitik. Europa und Südtirol, zwei Themenkomplexe, die für Wien zu verschiedenen Zeiten einen unterschiedlichen Stellenwert einnahmen, miteinander verbunden, verstrickt und verwoben, einander beeinflussten und mitunter sogar hinderlich waren. Die besondere Parallelität kam vor allem Ende der 1960er Jahre und Anfang der 1990er zum Ausdruck. 1967 blockierte Italien vor dem Hintergrund des eskalierenden Südtirolkonflikts die österreichischen EG-Ambitionen, und Anfang der 1990er Jahre war man sich in Wien durchaus im Klaren darüber, dass, im Hinblick auf den angestrebten EG-Beitritt, eine Entschärfung des seit Jahrzehnten angespannten österreichisch-italienischen Nachbarschaftsverhältnisses nur über eine tragfähige Lösung in der Südtirolfrage zu erreichen war. Mittlerweile ist der österreichisch-italienische Südtirolstreit offiziell beendet, Südtirol mit einer gut abgesicherten Autonomie ausgestattet und Österreich seit zehn Jahren Mitglied der Europäischen Union. Für Wien und Bozen, die damit erstmals seit dem Ende des Ersten Weltkrieges wieder gemeinsam einem umfassenden und verbindlichen Rechts- und Wirtschaftssystem angehören, liegen die Herausforderungen der Zukunft aber mehr denn je auf europäischer Ebene. Im Zuge der voranschreitenden europäischen Integration werden immer mehr Entscheidungen in Brüssel getroffen. Mit der europäischen Integration geht eine voranschreitende Harmonisierung der diversen Rechtssysteme der EU-Mitgliedsstaaten einher. Für Südtirol wird es entscheidend sein, dass dieser Harmonisierungsprozess bestimmte regionale Besonderheiten berücksichtigt und hier wird es insbesondere an Österreich liegen, in Brüssel für die Belange Südtirols einzutreten. Die Europäisierung der Südtirolautonomie kann daher als besondere Herausforderung für die zukünftige Partnerschaft zwischen Österreich und Südtirol gelten.
LITERATUR
Steininger, Rolf | Gehler, Michael | Lill, Rudolf | Ara, Angelo

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BEGUTACHTERIN
Erwin A. Schmidl

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