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VOLLANZEIGE #1358
Hinteregger, Daniel: BLAU-GELB IST MEIN HERZ, ICH STERB IN DÖBLING. Zugangsarten, Motivdimensionen und die Bedeutung des Vereins für das Alltagsleben und die Identitätsbildung der Fans des First Vienna Football Club 1894. Diplomarbeit, 2008. * *http://textfeld.ac.at/text/1358/

Universität Wien | Fakultät für Sozialwissenschaften | Institut für Soziologie
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ABSTRACT
Im theoretischen Teil dieser Arbeit nehme ich eine allgemeine Kategorisierung der Fussballfans vor und gehe auf aktuelle Entwicklungen im Fussballsport, insbesondere auf die Auflösungsprozesse in der Fankultur, durch die Disziplinierungs- und Kontrollinstanzen einerseits und der zunehmenden Durchkapitalisierung des Fussballs andererseits, ein. Postmoderne Gesellschaften sind vor allem durch die "Pluralisierung der Möglichkeiten" und einer starken Individualisierung, vor dem Hintergrund des Verlusts von traditionellen Sicherheiten, gekennzeichnet. Menschen haben heute kaum noch biographische Fixpunkte, Lebensläufe sind durch einen häufigen Arbeitsplatz- Berufs- und Ortswechsel bestimmt und auch die sozialen Beziehungen sind nur selten von lebenslanger Dauer. Die Bindung an einen bestimmten Fussballverein, bleibt im Gegensatz dazu, aber zumeist über Jahre/Jahrzehnte oder sogar ein Leben lang bestehen und befriedigt das Bedürfnis nach Sicherheit und Beständigkeit. Vor diesem Hintergrund untersuche ich die unterschiedlichen Motivdimensionen und Zugangsarten der Fans und gehe der Frage nach, welchen Stellenwert die Bindung an einen bestimmten Fussballverein im Alltagsleben und für die Identitätsbildung der Fans einnimmt. Im empirischen Teil der Arbeit zeichne ich die Leidenschaft der Viennafans für ihren Verein nach. Im ersten Kapitel versuche ich anhand drei von mir herausgearbeiteten "Idealtypen" (institutionell-regionaler Zugang über die Nachwuchsmannschaft, vererbter Zugang über den Vater, Wahlzugang) die unterschiedlichen Zugangsarten der Fans darzustellen. Danach beschäftige ich mich mit dem weiteren Verlauf der Fanbiographien, die sich durch individuelle Brüche bzw. Kontinuitäten auszeichnen, wobei es vor allem in der Phase der Pubertät bei den meisten Befragten zu einem Rückgang des Vereinsinteresses kommt. Die Identifikation mit dem Verein, bleibt aber (zumindest latent) aufrecht. Mit zunehmender Involvierung in den sogenannten Fanblock nimmt der Raum, den das Vereinsinteresse im Alltagsleben der Fans beansprucht stetig zu, wobei naturgemäss der Spieltag, als "ritualisiert gestaltete und zeitlich abgegrenzte Auszeit aus der Alltagsroutine", einen zentralen Stellenwert einnimmt. Der Verein stellt für alle interviewten Fans einen unverzichtbaren Teil ihrer Identitätskonstruktionen dar, der Ihnen durch die langjährig gewachsene enge Bindung einerseits Orientierung anbietet und andererseits auch Sinn stiftet. Dennoch muss man differenzieren, zwischen dem offiziellen Verein, dem First Vienna Football Club 1894 und der Fancommunity, der "Vienna-Family". Der Verein, mit seinem Spektrum an verschiedenen symbolischen Bedeutungen und Bildern, bildet den gemeinsamen Bezugspunkt für die Fans und stellt eine Art (konstruierte) imaginäre Gemeinschaft dar, die für die Fans identitätsstiftend wirkt. Die "Vienna" ist Bestandteil der sozialen Identität der Fans. Im letzten Teil der Arbeit gehe ich auf die unterschiedlichen Motivdimensionen der Fans ein, wobei neben der zentralen Bedeutung des sozialen Aspekts und dem Spannungsmoment, den das Spiel bietet, vor allem auch die lebendige Fankultur ein wichtiges Motiv für den regelmässigen Stadionbesuch darstellt.
LITERATUR
Beck, Ulrich | Bourdieu, Pierre

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BEGUTACHTERIN
Wolfgang Stangl

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