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VOLLANZEIGE #1405
Hosner, Roland: Gleichheit oder Differenz? Eine methodenkritische Perspektive auf Geschlechtsunterschiede am Beispiel Geschlecht und Aggression. Diplomarbeit, 2008. * *http://textfeld.ac.at/text/1405/

Universität Wien | Fakultät für Sozialwissenschaften | Institut für Soziologie
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ABSTRACT
Bei der Untersuchung von Geschlechtsunterschieden und -gleichheiten können eine Reihe von methodischen Verzerrungen auftreten, die Unterschiede größer erscheinen lassen. Basierend auf der Erkenntnis, dass Frauen und Männer bei den meisten psychologischen und sozialen Merkmalen gleich oder sehr ähnlich sind, wird die Frage untersucht, ob der bekannte Geschlechtsunterschied bei Aggression ein methodisches Artefakt darstellt, also ganz oder teilweise verschwindet, wenn eine methodenkritische und sozialkonstruktivistische Perspektive gewählt wird. Dabei wird die Geschlechtsvariable aus Sicht der Geschlechterforschung hinterfragt und eine feministisch-kritische Herangehensweise gewählt. Anhand einer quantitativen Sekundärdatenanalyse eines Paneldatensatzes von SchülerInnen (13 bis 16 Jahre) aus Duisburg (D) werden die Hypothesen überprüft. Es zeigt sich, dass etliche methodenkritische Einwände bestätigt werden. Zwar ergibt sich der bekannte Geschlechtsunterschied, dass Jungen bei körperlich-aggressivem Verhalten gegenüber Mädchen überwiegen, allerdings fällt der Unterschied im Schnitt gering bis mittelmäßig aus. Untersucht wurden vor allem Einstellungen zu Gewalt und aggressiven Delikten sowie die Jahresprävalenz und -inzidenz von aggressiven Delikten im Dunkelfeld. In 80% der Fälle zeigten sich signifikante Geschlechtsunterschiede, wobei in jedem dieser Fälle Jungen aggressiver waren. Dennoch gleichen sich die Geschlechter in allen Fällen mehr als sie sich unterscheiden und Geschlecht kann nur einen sehr geringen Anteil an Aggression statistisch erklären. In der multivariaten Analyse zeigt sich, dass der direkte Effekt von Geschlecht auf Aggression bei Berücksichtigung von Drittvariablen abgeschwächt wird, aber nicht verschwindet. Im Längsschnitt ist Aggression stabil und die Geschlechtsunterschiede vergrößern sich mit zunehmendem Alter. In Summe wird die Relevanz von methodenkritischen Einwänden bestätigt und die Risiken eines überzogenen Differenzansatzes werden dargestellt.
BEGUTACHTERIN
Christine Goldberg

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