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VOLLANZEIGE #1478
Waldmüller, Johannes: Europa auf der Suche nach seiner Identität? Die "European Citizens’ Consultations", Partizipation in politischer und kultureller Theorie, sowie deren Implikation für die europäische Entwicklungszusammenarbeit. Diplomarbeit, 2009. * *http://textfeld.ac.at/text/1478/

Universität Wien | Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft | Institut für Philosophie
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ABSTRACT
Diese dreiteilige interdisziplinäre Diplomarbeit für Philosophie und Internationale Entwicklung geht von der medial und diskursiv propagierten Suche nach einer europäischen Identität aus. Sie lotet zunächst zeitgemäße, philosophische Konzepte (Interkulturalität) zum Umgang mit verschiedenen Kulturen, Identitäten und schliesslich Demokratie aus. Auf der Basis dieser Begutachtung werden die politischen, ökonomischen und moralischen Ebenen der Europäisierung mittels der Funktionalen Exklusion, Inklusion und Legitimation abgefragt, wobei letztlich als Basis für europäische Identität eine Kulturelle ausgeschieden, und stattdessen für die Herstellung eine politischen Identität argumentiert wird. Entsprechend werden partizipative Verfahren als einzig gangbarer Weg identifiziert, will man tatsächlich soetwas wie interkulturelle Identität konstruieren. Daher folgt ein wiederum streng politikwissenschaftlicher Abriss über partizipative Demokratie, die verschiedenen Aspekte von Bürgerlichkeit und über die Bemühungen der EU in den letzten Jahren diesbezüglich. Zum Abschluss des Teil I wird deutlich für die Herstellung eines permanenten partizipativen Bürgerforums als vierte (oder fünfte) Säule der EU-Demokratie argumentiert. Lange Zeit wurde in Abrede gestellt, dass dies angesichts der kulturellen und sprachlichen Barrieren überhaupt möglich sei. Als erbrachten Gegenbeweis werden in Teil II die 2006-2009 stattgefundenen "European Citizens" Consultations" (ECC) der EU-Kommission und eines umfassenden Netzwerks der Zivilgesellschaft dokumentiert und analysiert. An diesen hat der Autor selbst teilgenommen und mitgearbeitet. Insbesondere das Verfahren des so genannten "Agenda Setting Events" dient in Folge als Modell für die innereuropäische-, aber auch außereuropäische-, Politik im Namen des Allgemeinbegriffs der Partizipation - wie im nächsten Teil gezeigt wird. Im entwicklungsbezogenen Teil III wird ein solches Verfahren als Methode der europäischen Entwicklungszusammenarbeit (EZA) diskutiert. Dafür wird der Partizipations-diskurs innerhalb der EZA aufgerollt und kontextualisiert, der durchaus in Wechsel-wirkung mit jenem der binneneuropäischen Politik steht, wenn es um die Frage von "Demokratieentwicklung" geht. Verschiedene Ansätze werden vorgestellt und wesentliche Kritikpunkte bzw. zukünftige Heraus-forderungen diskutiert. In Folge kann statt der bisherigen Anwendung partizipativer Verfahren auf Projektebene für einen Einsatz auf Strategie- und Sektorenebene argumentiert werden. Dieser dritte Teil wird abgerundet von der generellen Frage, inwieweit Partizipation, bzw. partizipative Verfahren, nicht neoliberale bzw. hegemoniale Absich-erungsverfahren darstellen. In der Verbindung all dieser Teile wird auch für eine neuartige wissenschaftstheoretische Herangehensweise der Entwicklungsforschung argumentiert (Teil I, Kapitel 2), um diese auch performativ selbst anzuwenden: Die Kombination von interdisziplinärer, tiefgehender Forschung zu tagesaktuellen Themen, in Verbindung mit empirischer Forschung (Dokumentation) und den daraus folgenden Ableitungen für die EZA.
BEGUTACHTERIN
Franz Martin Wimmer/Gerald Faschingeder

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