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VOLLANZEIGE #1511
Schwarz, Petra: Geschlechtsrollenstereotype in approbierten Lehrbüchern für den Spanischunterricht. Diskursanalytische Einordnung. Diplomarbeit, 2008. * *http://textfeld.ac.at/text/1511/

Universität Wien | Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät | Institut für Romanistik
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ABSTRACT
Es werden drei für den Spanisch-Unterricht an österreichischen Schulen zugelassene Lehrbuchreihen einer Analyse unterzogen, die nach Geschlechtsrollenstereotypen, Geschlechter-Modellen und Lebensweisen fragt. Es existieren verschiedene Varianten eines gesellschaftlichen Genderdiskurses. Der hegemoniale Alltagsdiskurs ist stark durch seine Heteronormativität, die Grundannahme eines zweigeschlechtlichen Systems (weiblich - männlich), dem heterosexuelle Begehrensstrukturen eingeschrieben sind, geprägt. Diese heteronormative Matrix zieht sich durch alle Diskursstränge des hegemonialen Diskurses und ist durch die Abwertung und Benachteiligung alles mit Frauen Assoziierten charakterisiert. Der queer-feministische Gegendiskurs kann als eine Form wissenschaftlichen Spezialdiskurses verstanden werden, diese Arbeit beschäftigt sich aber hauptsächlich mit seinen pädagogischen Diskurssträngen. Feministische Diskurse entlarven Geschlecht als eine Kategorie, die für soziale Bewertung herangezogen wird. Das doing-gender-Konzept betont, dass Geschlecht nicht naturgegeben und konstant existiert, sondern in Interaktionsprozessen laufend konstruiert wird. Queere Diskurse machen auf die bereits genannte Heteronormativität der dominanten Diskurse aufmerksam, de-/konstruieren die Kategorie Geschlecht zugunsten von transgender, transsexuellen und intersexuellen Körperlichkeiten und betonen die Vielfältigkeit von Lebensentwürfen, Geschlechterkonzeptionen und Begehrensstrukturen. Davon ausgehend, dass gerade Schulbücher, die durch Approbationsverfahren staatlich legitimiert sind, in einem bestimmten Verhältnis zum gesellschaftlichen Genderdiskurs stehen, werden die Ergebnisse der Schulbuchanalyse diskursanalytsich verwertet. Hierbei kann gezeigt werden, dass die Bücher auch heute noch klar dem hegemonialen, heteronormativen Alltagsdiskurs zuzuordnen sind. Teilweise zeigen sich stark stereotype Tendenzen der Geschlechterkonstruktionen, besonders aber werden Homo- und Bisexualitäten zugunsten der heterosexuellen Paarbeziehung genauso ausgeblendet, wie alternative Lebensweisen abseits des bipolaren Geschlechtermodells. Dass dennoch Textstellen und Abbildungen auftauchen, die auch eine andere, als die heteronorme Lesart möglich machen, zeigt sich mittels Queer Reading, einer queeren Leseweise.
FACHBEREICH[E]
Romanistik | Spanisch

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