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VOLLANZEIGE #1746
Mager, Astrid: Mediated Knowledge. Sociotechnical practices of communicating medical knowledge via the web and their epistemic implications. Dissertation, 2010. * *http://textfeld.ac.at/text/1746/

Universität Wien | Fakultät für Sozialwissenschaften | Institut für Wissenschaftsforschung
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ABSTRACT
Diese Dissertation wirft eine kritische Perspektive auf das Internet als Quelle fuer Gesundheitsinformationen und hinterfragt euphorische Visionen vom Netz als Werkzeug zum "Patienten Empowerment". Konkret wurde untersucht, wie unterschiedliche Typen von AnbieterInnen medizinische Webseiten strukturieren, am Netz positionieren und für NutzerInnen vertrauenswürdig gestalten, und wie unterschiedliche NutzerInnen nach medizinischen Informationen suchen, Webseiten auswählen und gebrauchen, und wie sie die Qualität und Glaubwürdigkeit von online Gesundheitsinformationen einschätzen. Der analytische Zugang der Actor-Network Theory und der Mix an angewandten Methoden erlaubt dabei, sowohl soziales Handeln, als auch technologische Akteure, insbesondere Links und Suchmaschinen, in der Analyse zu berücksichtigen. Diese Untersuchung zeigt, dass die Mediatisierung von medizinischem Wissen durch das Internet neue Wissenspraxen hervor bringt, die neue Fähigkeiten erfordern. Die Zentralität der Suchmaschine Google führt zu Informationshierarchien, Suchmaschinenoptimierung und Marktmechanismen auf der Anbieterseite, die nur durch technisches Know-How und Wissen über Suchmaschinen umgangen werden können. Über das Handling der Technologie hinaus, erfordert die Aneignung von medizinischem Wissen über das Netz kognitive Fähigkeiten und Wissensarbeit. Online Gesundheitsinformationen - z.T. fragmentiert und dekontextualisiert - müssen entlang individueller Bedürfnisse und eigener Wissensbestände mit Kontext versehen und in Wissen transformiert werden. Dies relativiert Visionen des Netzes als "empowerment tool" und zeigt, dass sich PatientInnen mit Hilfe der Technologie selbst "empowern" müssen. Es legt weiters nahe, "informierte PatientInnen" in dieser Wissensarbeit zu unterstützen. Insbesondere ÄrztInnen sind aufgefordert, das Netz nicht als Gefahr zu begreifen, sondern auf Netzinformationen und Wissensbestände ihrer PatientInnen einzugehen und diese zu nutzen, um ein neues Vertrauensverhältnis zwischen ÄrztInnen und PatientInnen aufzubauen.
LITERATUR
Latour, Bruno | Law, John | Lash, Scott | Akrich, Madeleine | Castells, Manuel | Wyatt, Sally | Stehr, Nico | Webster, Frank | Nettleton, Sarah | Callon, Michel | Rogers, Richard | Giddens, Anthony | Adams, Samantha

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BEGUTACHTERIN
Ulrike Felt, Michael Nentwich

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