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VOLLANZEIGE #1842
Horvath, David: Gesellschaft im Chaos. Eine Analyse der Proteste in den nordafrikanischen Ländern. Bakkalaureatsarbeit, 2011. * *http://textfeld.ac.at/text/1842/

Karl-Franzens-Universität Graz | Fakultät für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften | Institut für Soziologie
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ABSTRACT
Am 17. Dezember 2010 zündete sich der tunesische Gemüsehändler Mohamed Bouazizi an. Durch seine Selbstverbrennung wollte er auf die Missstände in seinem Land aufmerksam machen. Er war es, der die hierarchische Ordnung Tunesiens ins Kippen brachte. Es kam zu Protesten, Unruhen, Revolution - kurz: Chaos - und einer Auflösung der bestehenden Ordnung. Doch warum entschloss sich Mohamed Bouazizi dazu, sich anzuzünden? Warum hatte dieser Akt so gewaltige Konsequenzen? Offenkundig keine neuen, wahrscheinlich keine unbedeutenden und gewiss keine einfachen Fragen. Ein Versuch, darauf Antworten zu geben, kann aber mit Methoden und Konzepten unternommen werden, die aus den Naturwissenschaften und der Untersuchung selbstorganisierter Systeme stammen. In dieser Arbeit sollen Ergebnisse der Chaosforschung auf soziale Systeme angewandt werden, um zu sehen, wann die hierarchische Gliederung einer Gesellschaft ins Chaos zu stürzen droht. Das Konzept von Social Mood eröffnet hier vielversprechende Möglichkeiten. John Castis (2010) hat in seinen soziometrischen Forschungsarbeiten auf radikal neuartige Weise versucht, allgemein die Abhängigkeit potentieller Ereignisse von sozialen Stimmungen, oder Social Mood, zu zeigen. Die Anwendung auf Revolutionen beziehungsweise spezieller auf die sozialen Unruhen in Nordafrika könnte hier zu neuen Erkenntnissen verhelfen. Doch die Revolution brachte nicht nur die bestehende Ordnung in Tunesien zu Fall. Das Chaos verbreitete sich wie ein Flächenbrand über mehrere Länder der arabischen Welt. Plötzlich gingen in Nordafrika zehntausende Menschen auf die Straße, um gegen die despotischen Herrscher zu protestieren und sie zu stürzen. Wie kann die Ausbreitung dieser Phänomene über Ländergrenzen hinweg erklärt werden? Eine Antwort darauf kann in der wichtigen Rolle von Social Media gesehen werden. Durch die elektronische Verbreitung der Bilder und Nachrichten vom erfolgreichen Sturz des tunesischen Herrschers wurde auch die Möglichkeit zur Revolution weitergegeben. Revolution kann auch als eine gesellschaftliche Innovation verstanden werden, mit der die Missstände in den einzelnen Ländern angeprangert und zu einem besseren verändert werden können. Sobald diese Technik der Veränderung in Tunesien "erfunden‘ wurde, verbreitete sie sich via elektronischer Medien über den arabischen Raum. Denn die Länder hatten trotz vieler unterschiedlicher Rahmenbedingungen eines gemeinsam: die Unzufriedenheit mit dem bestehenden politischen System. Die vorliegende Arbeit versucht also zuerst zu erklären, wie die Social Mood plötzlich kippen konnte, und damit die hierarchische Ordnung von Tunesien ins Chaos stürzte. Dafür wird das Konzept der Social Mood erklärt. Nach einer kritischen Würdigung wird die Anwendbarkeit auf das Thema Revolution diskutiert und damit eine Erweiterung bestehender Revolutionstheorien aufgezeigt. Nach der Erläuterung, wie es überhaupt zur Revolution kommen konnte, wird der Diffusionsprozess beschrieben. Dabei wird von der These ausgegangen, dass Revolutionen eine innovative Technik sind, mit der die Missstände in einem Land bekämpft werden können. Für die Verbreitung dieser Innovation ist die Verwendung von Social Media maßgeblich.
LITERATUR
Modelski, George | Prechter, Robert | Gurr, Ted | David, James | Casti, John

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BEGUTACHTERIN
Manfred Prisching

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