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VOLLANZEIGE #1891
Tanzer, Christoph: Was ÖVP und Christdemokratie (noch) gemeinsam haben. Das Ausmaß programmatischer Entideologisierung politischer Parteien im Kontext einer „entkirchlichten“, tertiarisierten und pluralisierten Gesellschaft am Beispiel der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) im Jahr 2011. Bakkalaureatsarbeit, 2012. * *http://textfeld.ac.at/text/1891/

Karl-Franzens-Universität Graz | Fakultät für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften | Institut für Soziologie
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ABSTRACT
In den vergangenen Jahren wurden in Österreich zahlreiche politische Skandale aufgedeckt. Wie sich in der Aufarbeitung dieser herausstellte, waren Spitzenfunktionäre der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) in viele dieser Vorkommnisse unmittelbar involviert. Blickt man auf das gegenwärtige (tages-)politische Erscheinungsbild und die öffentlich-wahrnehmbare Praxis der Partei kommen Zweifel auf, wie bedeutsam das Christlich-soziale für die ÖVP und ihre bekanntesten Repräsentanten noch ist. In der vorliegenden Bachelorarbeit wird deshalb überprüft, inwiefern sich die Partei rund 65 Jahre nach ihrer Gründung und 16 Jahre nach der letzten Programmveröffentlichung noch zur Christdemokratie bekennt bzw. inwieweit sie diesbezüglich entideologisiert ist. Die daraus abgeleitete Fragestellung lautet: "Wie viel an christdemokratischen Inhalten und "Gedankengut‘, ausgehend von der christlichen Soziallehre, findet sich aktuell in der verbalen Selbstdarstellung und im veröffentlichten Selbstverständnis der ÖVP?" Die Entideologisierung der Politik wurde erstmals in den 50er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts wissenschaftlich thematisiert und bis in die 70er-Jahre als eines der politischen Charakteristika der Nachkriegszeit gesehen. Der Christdemokratie oder christlichen Demokratie als Ideologie und dem Prozess ihrer Entideologisierung wurde in äußerst geringem Maße wissenschaftliche Aufmerksamkeit geschenkt. Die vorliegende Arbeit widmet sich diesem wenig bearbeiteten Feld. Als Vergleichsbasis bzw. analytische Sollgröße wurde im Zuge der vorliegenden Arbeit ein Katalog genuin christdemokratischer Ideologie, bestehend aus 10 Kategorien und insgesamt 120 erklärenden Items, zusammengestellt. Nach dem Abgleich aktueller ÖVP-Grundsatzdokumente mit diesem eigens entwickelten Kategoriensystem konnte jedoch nicht nachgewiesen werden, dass die ÖVP in Bezug auf ihre christdemokratische Programmatik entideologisiert sei. Der öffentliche Eindruck "Die ÖVP habe nichts mehr Christliches an ihr" resultiert also nicht daher, dass sich die Partei in ihrer Programmatik von der Christdemokratie verabschiedet hätte, sondern aus der Diskrepanz zwischen veröffentlichten Positionen in Dokumenten und Interviews und der tatsächlich gelebten politischen Praxis.
BEGUTACHTERIN
Manfred Prisching

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