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VOLLANZEIGE #879
Steiner, Johannes: Das Bild Dschinggis Khans in zeitgenössischen Quellen und rezeptionsgeschichtliche Aspekte in der Literatur der Gegenwart. Diplomarbeit, 2005. * *http://textfeld.ac.at/text/879/

Karl-Franzens-Universität Graz | Fakultät für Geisteswissenschaften | Institut für Geschichte
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ABSTRACT
Um sich einen Überblick über die Person Temüdschins bzw. in weiterer Folge Dschinggis Khans (ca. 1162-1227) zu verschaffen, steht eingangs eine Kurz-Biographie des "Einigers der Mongolen". Daraufhin werden die wichtigsten Quellen, deren Entstehungsaspekte und das bei ihnen vermittelte Dschinggis Khan-Bild erörtert. Diese daraus erhaltenen Informationen bilden die Grundlage für weitere Betrachtungen über das Bild Dschinggis Khans. Dabei stützt sich die Darstellung auf: 1.) Mongolische Quellen wie der Geheimen Geschichte. Sie ist eine nach Dschinggis Khans Tod im nahen Umfeld des mongolischen Herrscherhauses entstandene, mit epischen Einflüssen versehene Chronik über Dschinggis Khan und liefert u. a. wertvolle anderorts verschwiegene Details zu seinen frühen Jahren. 2.) Die sehr frühen chinesischen Quellen Meng-Ta pei-lu (verfaßt 1221) und Hei-Ta shih-lüeh (verfaßt 1237) bzw. die Dschinggis Khan betreffenden Abschnitte in der Herrschergeschichte der Yüan, dem Yüan-shih (verfaßt um 1370). Diese Berichte erhellen vor allem die Zeit der Reichsgründung und liefern wichtige Informationen über das Zusammentreffen der Mongolen mit dem chinesischen Kulturkreis. 3.) Berichte der persischen Schriftsteller Ala ad-Din `Ata Malik Juvaini (fl. 1260) und Raschid ad-Din Fadl Allah (fl. 1280). Sie beschreiben gestützt auf zuverläßliche mongolische Quellen viele Details über Dschinggis Khan und dessen Eroberungen im arabischen Raum. 4.) Europäische Gesandtenberichte, wie die des Johann von Plano Carpine und Wilhelm von Rubruk. Auch die Darstellung Dschinggis Khans bei Marco Polo kommt zu Wort. 5.) Armenische Quellen. Eingebettet in religiös-wundergläubige Darstellungen geben Kirakos von Gandzak, Hethum von Ghorgios und Gregor von Akanc´ Zeugnis von der Einnahme des armenischen Reiches durch die Mongolen und dem als Vollstrecker des göttlichen Willens empfundenen Dschinggis Khan ab. Im Hauptteil folgt die Betrachtung Dschinggis Khans anhand ausgewählter Stellen vor allem aus den vorgenannten Quellen. Dabei wird einerseits ein Bogen von der Geburt bis zum Tod des Herrschers gespannt, andererseits werden die in den Quellen angeführten Facetten des Staatsmannes und der Privatperson Dschinggis Khan herausgearbeitet. Dem Eindruck, den seine militärischen, wirtschaftlichen und politischen Bemühungen hinterließen, wird dabei genau so viel Interesse entgegengebracht wie der Vorstellung seines Aussehens, seinem Umgang mit Frauen und Familie und der sowohl in arabischen als auch christlichen Quellen vorkommenden Vorstellung des Gottesgerichts durch die Mongolen unter Dschinggis Khan. Hervorgehoben wurde desweiteren Dschinggis Khans offensichtliche Wertschätzung der Treue anhand der Geheimen Geschichte. Auffallend ist bei dieser Betrachtung, daß die Autoren die Person Dschinggis Khan - trotz aller Furcht, die er bei Menschen des Okzidents und Orients verbreitet hatte - durchaus mit Bewunderung beschrieben. Schlußendlich werden rezeptionsgeschichtliche Aspekte in Literatur, Musik und Film ausgemacht, die von einer steten Medienpräsenz des Reichsgründers Dschinggis Khan (1206) und der Tradierung gewisser ihm schon von mittelalterlichen Autoren zugeschriebenen Eigenschaften sowie von Steppenklischees berichten.
BEGUTACHTERIN
Dr. Johannes Giessauf

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