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VOLLANZEIGE #967
Kofler, Helga Maria: kunstwerk.exe. Computerkunst präsentieren und archivieren. Diplomarbeit, 2005. * *http://textfeld.ac.at/text/967/

Leopold-Franzens-Universität Innsbruck | Philosophisch-Historische Fakultät | Institut für Kunstgeschichte
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ABSTRACT
"Das ist ja das Schöne und Begeisternde, wenn es uns gegeben ist, nicht nur das Alte untergehen zu sehen, sondern beim Beginn des Neuen dabei sein zu dürfen." Vilém Flusser Dass die Medienwelt in ständiger Bewegung ist, konnte ich während des Schreibens dieser Diplomarbeit schon allein an der Tatsache erkennen, dass einige der Homepages, die ich noch am Anfang verwendet hatte, einfach aus dem Netz verschwanden und nur eine Fehlermeldung hinterließen. Die virtuellen Datenmengen, die wir Tag für Tag anhäufen, scheinen oft wie ein wirbelnder Strom, in dem nichts lange Beständigkeit hat. Nur was ich ins Materielle hinübergerettet, sprich ausgedruckt hatte, blieb mir erhalten und wird vielleicht noch Jahrhunderte in einem Ordner seine Informationen für einen möglichen Leser bereithalten. Computerkunst, mit all ihren Reflektionen unserer Medienwelt, von Ablehnung bis Begeisterung, von scheinbarer Stabilität bis zur Gewissheit der Vergänglichkeit, scheint in vieler Hinsicht revolutionär zu sein, ist aber auch oft nur eine konsequente Weiterführung von Ideen, die schon relevant waren, bevor es überhaupt Computer gab. Vieles, das in der Computerkunst in Reinform erscheint (der Betrachtereinbezug, die Betonung der Idee gegenüber der Materie, die Vernetzung), war schon vorher ein Thema, konnte aber noch nicht in solch konsequenter Weise umgesetzt werden. Der Computer hat diese Möglichkeit geliefert und viele Künstler haben sie angenommen. Diese Diplomarbeit zeigt viele Probleme auf, Probleme der Präsentation und Archivierung von Virtuellem, die weit über den Bereich der Kunst hinausgehen. Die Tatsache, dass ein Großteil unserer kulturellen Leistungen nicht mehr materieller, sondern virtueller Natur ist, macht unsere Lebensumwelt zu einem neuen Feld, das erst langsam ausgetestet werden muss. Die Lösungen, die sowohl unseren gegenwärtigen Umgang als vor allem auch die Archivierung für die Zukunft betreffen, werden noch in einem interdisziplinären Diskurs zu erarbeiten sein. Es erscheint wichtig, dass Kunst vor solchen Prozessen nicht die Augen verschließt, sondern mitarbeitet und mitgestaltet, Lösungsvorschläge aufzeigt und Warnungen ausgibt. Vielleicht hat es die Kunst nichtunbedingt nötig, mit Computern zu arbeiten, aber Computer und ihre Auswirkungen auf unsere Gesellschaft haben es nötig, in der Kunst aufgearbeitet zu werden.
BEGUTACHTERIN
Prof. Christoph Bertsch

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